Anwendungen & Einsatzgebiete

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SBS Elemente ermöglichen mit ihren großflächigen Bauteile einen grundlegend neuen Zugang zu massivem Holz als Konstruktionsmaterial.

Der Planer kann mit SBS Elementen auch im Holzbau in Flächen denken. Fenster- und Türöffnungen, Einschnitte und Fräsungen können individuell mittels CNC-gesteuerten Abbundmaschinen und nach Kundenplan, herausgeschnitten werden. Die flächigen Tragwerke ermöglichen die Umsetzung monolithisch geplanter Architekturkonzepte, welche bislang ausschließlich im Massivbau (beispielsweise mittels homogenem Beton) möglich waren.

Im urbanen Kontext, werden SBS Elemente, als leichten und zugleich statisch tragenden Baustoff für Aufstockungen verwendet.

Die Einsatzgebiete der SBS Elemente:

  • Hoch‐ und Ingenieurbau
  • Wohnungsbau
  • Büro‐ und Verwaltungsbau
  • Beherbergungsstätten
  • Kindertagesstätten
  • Sakralbau
  • Sporthallen und Versammlungsstätten
  • Gewerbe‐ und Industriebau
  • Landwirtschaftsbau
  • Turm‐ und Brückenbau

Niedrigzinsen aber auch der steigende Bedarf für Wohnraum befeuern die Bauindustrie und treiben dabei den Materialbedarf weiter in die Höhe. So entsteht ein Spannungsfeld von hohem Materialbedarf und der Anforderung immer mehr CO2 einzusparen. Der Holzbau spielt dabei, mit seinen hervorragenden Eigenschaften und sehr guter Energie- und Umweltbilanz, eine Schlüsselrolle um dieses Spannungsfeld zu lockern.

Die modernen und technischen Erkenntnisse im Holzbau ermöglichen es mit Holz mehrstöckig, elegant, modern und energieautark zu bauen. Und sogar auch Hochhäuser werden realisiert. Rund um den Globus wird ein Hochhausprojekt nach dem anderen aus dem Boden gestampft, die Höhenrekorde gehen immer weiter und selbst Wolkenkratzer scheinen in der Zukunft möglich.

Eines der wichtigsten Bauelemente im modernen Holzbau sind Brettsperrholzelemente. Brettsperrholz lässt sich in großen Abmessungen produzieren und ist daher für die Herstellung tragender und zugleich raumbildender Bauteile wie Wand-, Dach- und Deckentafeln sehr gut geeignet.

Mit Brettsperrholz wird neben, die heute gebräuchliche Tektonik der Rahmen- und Skelettbauweise, aus stabförmigen Bauteilen eine annähernd freie, nichtmodulare Anwendung von großflächigen Bauteilen gestellt. Durch die kreuzweise Verklebung einzelner Brettlagen entsteht aus dem gerichteten Werkstoff Holz ein Material mit Platten- oder Scheibenwirkung, das sich als Wand-, Decken- oder Dachbauteil, aber auch für Bodenplatten einsetzen lässt. So können Planer auch im Holzbau in Flächen denken.

Dank CNC-gesteuerter Abbundmaschinen sind der Form eines Bauteils aus Brettsperrholz grundsätzlich keine Grenzen gesetzt. Fenster- und Türöffnungen lassen sich aus den massiven Wandelementen einfach herausschneiden, ohne dass ein übergeordnetes Raster zu berücksichtigen ist. Die flächigen Tragwerke ermöglichen die Umsetzung monolithisch gedachter Architekturkonzepte, welche bislang dem Massivbau (etwa mit homogenem Beton) vorbehalten schienen – immer aber unter den Gesetzmäßigkeiten des Holzbaus.

Anwendungstechnisch erlaubt Brettsperrholz, neben dem Bau von Ein- und Mehrfamilienhäusern oder gewerblichen Bauten auch die Errichtung hoher Gebäude. Nach dem Bau des ersten siebengeschossigen Wohnhauses in Berlin ist erstmals ein neungeschossiges Stadthaus in London entstanden. Aufgrund der schlanken Wandkonstruktion, der hohen Tragfähigkeit und der sehr guten Brand- und Schalleigenschaft hat der Massivholzbau gute Chancen, bei derartigen Bauaufgaben mit mineralischen Bauweisen aufzuschließen.

Brettsperrholz ist mehrschichtig und vollkommen massiv aus Holz aufgebaut. Durch das Verkleben von Längs- und Querlagen wird das „Arbeiten“ des Holzes, also das Quellen oder Schwinden, auf ein geringes, vernachlässigbares Maß reduziert. So kann es die Anforderungen an einen modernen Baustoff sicher erfüllen. Brettsperrholz ist monolithisch, also gewissermaßen „ein Stück Holz“, mit rund 0,6% ökologisch unbedenklichem Leim. Die massiven Fertigteile können hohe Lasten tragen, sind brandsicher, lassen sich schnell und trocken verbauen und wirken schall- und wärmedämmend. Das Holz reguliert die Raumluftfeuchte und schafft so ein behagliches, ausgeglichenes und natürliches Raumklima – im Sommer wie im Winter.

Durch den kreuzweisen Aufbau sind Brettsperrholzelemente einerseits sehr formstabil und können andererseits Lasten sowohl längs wie auch quer zur Haupttragrichtung übertragen. Brettsperrholzbauteile, deren Lamellenlagen ohne planmäßigen seitlichen Abstand verklebt sind, sind im Querschnitt symmetrisch aufgebaut. Der Aufbau der Brettsperrholzbauteile, deren Lamellenlagen mit planmäßigem seitlichem Abstand zueinander verklebt sind, richtet sich nach den jeweiligen bauteilspezifischen Anforderungen. Brettsperrholz wird gelegentlich auch unter als Dickholz oder Kreuzlagenholz oder unter herstellerspezifischen Namen vertrieben. Die auch im deutschsprachigen Raum gelegentlich verwendeten englischen Bezeichnungen lauten “Cross laminated timber” oder “X-Lam”.

Brettsperrholz darf in den Nutzungsklassen 1 und 2 eingesetzt werden, d.h. für zu erwartende Ausgleichsfeuchten von bis zu 20%. Damit ist ein Ansatz sowohl im Inneren von Gebäuden als auch im Freien unter Dach möglich.